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Treppen.de ist seit über 25 Jahren das führende Online-Fachportal rund um Treppenbau. Es richtet sich an Bauherren,Architekten und Handwerksbetriebe und bietet umfassende Informationen, Inspirationen und Kontakte für individuelle Treppenprojekte.
Was bietet Treppen.de?
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Blog & OnTour: Homestories, Fachartikel und Besuche bei Treppenbauern mit Einblicken in deren Arbeit.
Marketing für Betriebe: Treppen.de unterstützt Handwerksunternehmen im Online-Marketing.
Autor:
Tilo Hauck | Zimmermeister & Fachjournalist
Kontakt: [email protected]
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Treppenkonstruktionen
Wenn wir von der Konstruktion einer Treppe sprechen, geht es im Kern darum, wie die einzelnen Stufen getragen werden und wie die Lasten in die Wände oder den Boden abgeleitet werden. Während die Treppenform (gerade, gewendelt) das Design im Raum bestimmt, entscheidet die Konstruktionsart über die Statik, die Raumwirkung und die Lichtdurchlässigkeit.
Hier sind die wichtigsten Treppenkonstruktionen im Detail beschrieben:
Die Wangentreppe gehört zu den ältesten und am weitesten verbreiteten Konstruktionen. Das Hauptmerkmal sind die sogenannten Wangen – das sind die seitlichen Tragbalken (meist aus Holz oder Metall), die die Stufen links und rechts umschließen und tragen.
Geschlossene Wangentreppe: Hierbei werden zwischen den Trittstufen (auf die man tritt) auch senkrechte Setzstufen eingebaut. Die Treppe ist komplett geschlossen, es zieht nicht durch, und der Raum darunter kann ideal als Abstellraum oder Schrank genutzt werden. Sie wirkt eher massiv und klassisch.
Offene Wangentreppe: Die Setzstufen fehlen. Man kann zwischen den Trittstufen hindurchsehen. Das lässt die Treppe deutlich leichter wirken und sorgt dafür, dass das Licht im Flur besser fließen kann.
Im Gegensatz zur Wangentreppe liegen die Stufen bei einer Holmtreppe nicht zwischen den Trägern, sondern oben auf. Die tragenden Balken (Holme) verlaufen also unterhalb der Stufen.
Zentralholmtreppe: Ein einzelner, massiver Träger (oft ein massives Stahlrohr oder ein Holzbalken) verläuft genau mittig unter den Stufen. Die Stufen scheinen dadurch links und rechts frei zu schweben.
Zwei-Holmtreppe: Zwei parallel verlaufende Balken tragen die Stufen von unten.
Diese Konstruktion wirkt sehr modern, industriell und elegant. Da die Seiten der Stufen frei bleiben, wirkt die gesamte Konstruktion sehr schlank.
Die Kragstufentreppe ist der Inbegriff des modernen, minimalistischen Wohnens. Das faszinierende Merkmal: Es gibt scheinbar keine Tragkonstruktion. Die Stufen ragen wie "Kragematten" einzeln direkt aus der Wand.
Die Technik dahinter: Die Stufen schweben natürlich nicht wirklich. In der Wand (oft einer massiven Betonwand) ist eine hochstabile Stahlkonstruktion unsichtbar einbetoniert. Auf diese Stahlbolzen oder Schwerlastanker werden die Stufen (z. B. aus Holz oder Naturstein) aufgeschoben.
Wirkung: Maximal luftig, extrem elegant, aber auch anspruchsvoll in der Planung, da die Wand daneben statisch dafür ausgelegt sein muss.
Bei einer Bolzentreppe werden die Stufen untereinander und mit der Wand durch spezielle, oft gummigelagerte Stahlbolzen verbunden.
Wandseite: Die Stufen sind über Bolzen direkt im Mauerwerk verankert.
Lichtseite (freie Seite): Die Stufen sind untereinander durch Bolzen verbunden, und oft übernimmt das solide Geländer eine zusätzliche tragende Funktion (sogenannte geländergetragene Treppe).
Weil auf schwere Wangen oder Unterzüge komplett verzichtet wird, ist dies eine der transparentesten Treppenarten überhaupt. Zudem dämpfen die Gummilagerungen den Trittschall hervorragend.
Die Faltwerktreppe verdankt ihren Namen ihrer Optik: Sie sieht aus wie ein einziges, harmonisch gefaltetes Band aus Holz, Beton oder Stahl. Trittstufe und Setzstufe gehen nahtlos, im exakten Zick-Zack-Muster, ineinander über.
Die Technik dahinter: Die statische Steifigkeit entsteht durch die feste, unsichtbare Verbindung von Tritt- und Setzstufen untereinander (oft durch komplexe Dübel- oder Schweißverbindungen) sowie eine Verankerung an der Wand.
Wirkung: Sie wirkt wie eine Skulptur im Raum. Durch das Fehlen von seitlichen Wangen wirkt sie trotz der geschlossenen Bauweise sehr modern und dynamisch.
Streng genommen eine Sonderform der Holm- oder Wangentreppe, aber konstruktiv einzigartig: Die Stufen sind keilförmig und werden im Zentrum alle von einer einzigen, vertikalen Säule – der Spindel – getragen. Die Last wird komplett über diese zentrale Säule in den Boden abgeleitet. Außen sorgt oft ein umlaufendes, geschwungenes Geländer für zusätzliche Stabilität.
Für maximale Helligkeit: Kragstufentreppe oder Bolzentreppe.
Für gemütlichen, zeitlosen Wohnkomfort: Offene oder geschlossene Wangentreppe aus Holz.
Für modernen Loft- oder Industriestil: Zentralholmtreppe aus Stahl oder eine Faltwerktreppe.
Für Stauraum-Optimierung: Geschlossene Wangentreppe.
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Autor:
Tilo Hauck | Zimmermeister & Fachjournalist
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